Das Rendezvous

Eine arbeitsreiche Woche lag hinter mir.
Am Sonntagmorgen sollte ich sie sehen.
Per Zeitungsannonce wurde ich auf sie aufmerksam gemacht.
Genau war darin geschildert,
wann und wo ich sie finden kann,
sie, die ich schon seit Langem ersehnte.
Mein Herzenswunsch sollte heute in Erfüllung gehen.

Endlich war es soweit, ein strahlender Sonntagmorgen.
Ich hatte die Nacht schon unruhig verbracht
und die Stunden gezählt.
Wie würde ich sie vorfinden?
Wie sah sie wohl aus?
Fragen über Fragen verwirrten meine Gedanken.

Zeitig fuhr ich los, um keine Minute zu spät zu kommen.
Erwatungsvoll erreichte ich den beschriebenen Ort.
Hier sollte es sein? In diesem dichten Gestrüpp?
Wo sollte ich sie suchen?
Mit beiden Händen teilte ich die Büsche.
Wo hatte sie sich versteckt?
Ich spürte bereits ihren Duft,
sie konnte nicht mehr weit sein.

Plötzlich, mein Herz pochte schneller,
unter einem niedrigen Strauch hatte sie sich geduckt,
angelehnt an einen kleinen hügel.
Da lag sie nun vor mir,
süß, ungeschminkt ohne Aufmachung,
ganz natürlich, so wie sie gewachsen war,
in ihrer vollendeten Schönheit.
Errötet bot sie sich mir an.

Ich war entzückt, wie sie gebaut war, ihre Form,
ihre sanfte makellose Haut, ihre wohlgeformten Rundungen
dazu ihr unwiderstehlicher Duft.
Ich konnte mich nicht mehr beherrschen,
riss sie an meine Lippen, hauchte ihren romantischen Namen:
Senga-Sengana
und genoss sie, die Erdbeere zum Selberpflücken.

Autor und Quelle:

Unbekannt

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