Allerlei Erdbeere
Erdbeeren sind leckere Früchtchen und bei den Deutschen ausgesprochen beliebt. Ein Grund, warum die Anbauflächen in dieser Saison im Bundesgebiet um noch einmal rund zehn Prozent ausgedehnt wurden.
Schon 2004 waren Anbau und Produktion hierzulande so groß gewesen wie nie: Die Erzeuger hatten den Erdbeeranbau gegenüber 2003 um 14 Prozent auf nahezu 12.000 Hektar ausgeweitet, die Erntemenge erreichte 120.000 Tonnen und war damit um ein Viertel höher als 2003 mit seinem witterungsbedingt kleinen Angebot.
Alle drei großen Anbauzentren in Deutschland - Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Baden-Württemberg - hatten im vorigen Jahr den Erdbeeranbau stark ausgeweitet. Spürbar eingeschränkt wurde das Areal hingegen in Bayern.
Mengen & Preise
Das große Angebot aus dem In- und Ausland hatten die Verbraucher 2004 kräftig genutzt: Die Erdbeereinkäufe der privaten Haushalte lagen mit 136.000 Tonnen um gut 30.000 Tonnen über den Vorjahresmengen, so die Daten der ZMP/CMA-Marktforschung auf Basis des GfK-Haushaltspanels. Der von den Verbrauchern bezahlte Durchschnittspreis im Jahr 2004 belief sich auf 2,69 Euro je kg gegenüber 2,77 Euro im Jahr 2003. Inländische Erdbeeren waren für durchschnittlich 2,97 Euro je kg zu haben, Importware für 2,33 Euro. Damit kosteten importierte Erdbeeren geringfügig mehr als im Vorjahr, einheimische Früchte waren im Preis um zehn Prozent günstiger.
Einkaufsquellen
Wichtigste Einkaufsquelle für die leckeren roten Früchte waren die Discounter, bei denen sich 35 Prozent der Privathaushalte ihre Erdbeeren holten; der Anteil bei den Verbrauchermärkten lag bei 19 Prozent, bei den Erzeugern bei 13 Prozent, den kleineren Lebensmittelgeschäften bei 12 Prozent und bei den Wochenmärkten bei 11 Prozent. Im Vergleich zu 2003 haben die Discounter leicht zugunsten der Erzeuger an Bedeutung verloren, bei den übrigen Einkaufsstätten gab es kaum Änderungen.
Quelle: ZMP